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1.
Chemische Reaktionen der Carbonylverbindungen
1.1.
Nucleophile Addition an das Carbonyl-C-Atom
1.2. C-H-Acide
Verbindungen
1.3
Nachweisreaktionen
1.4 Keto-Enol-Tautomerie
2. Aufgaben |
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1. |
Chemische
Reaktionen der Carbonylverbindungen |
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Aldehyde und Ketone enthalten die Carbonylgruppe.
Sauerstoff ist stark elektronegativ. Er erhält eine negative, das
Carbonyl-C-Atom eine positive Partialladung.
Die tatsächliche Elektronenverteilung lässt sich durch die
beiden Grenzstrukturen beschreiben.
Aldehyde sind reaktiver als Ketone, da die positive Partialladung
der Carbonylgruppe durch Elektronen schiebende Alkylgruppen (+ I
– Effekt) abgeschwächt wird. Demnach ist Methanal am
reaktivsten. |



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1.1 |
Nucleophile
Addition an das Carbonyl - C - Atom |
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Das positiv polarisierte C-Atom ist der Angriffspunkt für
Verbindungen mit freien Elektronenpaaren (Nucleophilen).
Das Addukt stabilisiert sich durch Protonenwanderung. |

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An die Carbonylgruppe lassen sich folgende Nucleophile
addieren:
Wasser à Aldehydhydrate
Alkohole à Halbacetale,
Vollacetale
Ammoniak à
Amino-Hydroxy-Alkane (Aldehydammoniak)
Carbanionen à
Aldehydalkohole ,„Aldole" |


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1.2 |
C – H – acide
Verbindungen |
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Die Carbonylgruppe wirkt auf Nachbaratome Elektronen ziehend (
- I – Effekt, - M – Effekt ). Befinden sich am Nachbar – C
– Atom (a - C – Atom)
Wasserstoffatome, so können diese durch zugegebene Basen als
Protonen abgespalten werden, da der induktive Effekt auch noch die
C – H – Bindung polarisiert.
Normalerweise sind Kohlenwasserstoffe nicht sauer. Unter dem
Einfluss der Carbonylgruppe können aber Protonen abgespalten
werden; daher der Name C – H – acide – Verbindung.
Nach der Protolyse verbleibt ein äußerst reaktives Carbanion. |


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Aldoladdition (Addition
von Carbanionen an Aldehyde):
Das entstandene Carbanion kann als Nucleophil das Carbonyl – C-
Atom eines Aldehyden angreifen. Als Produkte erhält man
(3)-Hydroxyaldehyde. |

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| 1.3. |
Nachweisreaktionen
für Aldehyde |
Fehling
- Reaktion, Tollens -Probe (Silberspiegel-Reaktion) |
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Mit der
Fehling´schen Probe und mit der Silberspiegelprobe kann die
Aldehydgruppe zu Carboxygruppe oxidiert werden, nicht dagegen die
Ketogruppe. |
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| 1.4 |
Keto-Endiol-Tautomerie |
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In
alkalischer Lösungen bildet sich ein Gleichgewicht zwischen
Hydroxyketonen und Hydroxyaldehyden aus. Deshalb ergeben auch
Hydroxyketone positive Nachweisreaktionen. |
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| 2. |
Aufgaben |
| 1. |
Gegeben
sind folgende Aldehyde: (A) Benzaldehyd (C6H5CHO), (B) 2,2
Dimethylpropanal, (C) Propanal.
eine für bestimmte Aldehyde und Ketone typische Reaktion führt
unter dem Einfluss verdünnter Laugen zu Verbindungen, die in
Betastellung zur Carbonylgruppe eine Hydroxygruppe tragen.
a) Stellen Sie die Strukturformeln der Stoffe A), B) und C) auf!
Geben Sie an, welcher der genannten Stoffe auf die beschriebene
Weise reagiert, und begründen Sie Ihre Aussage!
b) Formulieren Sie die Einzelschritte dieser basenkatalysierten
Reaktion mit Strukturformeln! |
| 2. |
Die
Geschwindigkeit der Reaktion mit Ammoniak steigt vom Ethanal über
Methanal zum Trichlorethanal an.
Begründen Sie diesen Befund! |
| 3. |
Mit
Propanon, Propanal und Hydroxypropanon wird in getrennten
Versuchen die Fehling-Probe durchgeführt.
Erörtern Sie unter Mitverwendung von Strukturformeln das
Redoxverhalten der gegebenen Carbonylverbindungen und stellen Sie
eine Redoxgleichung auf! |